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Nahwärme für „hof.gärten Tettnang“

Wärmeversorgung aus Tettnang

Gestern haben die Geschäftsführer vom Regionalwerk Bodensee, Michael Hofmann, der CMI GmbH, Christoph Münz, sowie der Prisma GmbH, Stefan Nachbaur, auf der Baustelle der hof.gärten Tettnang einen Vertrag zur Lieferung von Nahwärme unterzeichnet.

Christoph Münz und Stefan Nachbaur machten deutlich: „Die CMI und PRISMA haben sich als Projektträger des neuen Wohnquartiers bewusst dafür entschieden, die hof.gärten Tettnang an ein modernes Nahwärmenetz anzuschließen, das vollständig mit Biomasse betrieben wird. Mit diesem Schritt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende und reduzieren den CO₂-Ausstoß des Quartiers langfristig und verlässlich. Die Nutzung von Biomasse ermöglicht eine klimaneutrale Wärmeversorgung, stärkt lokale Wertschöpfungsketten und macht das Quartier unabhängig von fossilen Energieträgern. Gleichzeitig erhöhen wir die Versorgungssicherheit und schaffen eine nachhaltige Infrastruktur, die auch für kommende Generationen Bestand hat. Wir sind überzeugt: Die Entscheidung für ein Biomasse-Nahwärmenetz ist ein zentraler Baustein für ein zukunftsfähiges, ressourcenschonendes und verantwortungsbewusstes Wohnquartier.“

So werden die zukünftigen Gebäude ausschließlich mit Nahwärme für Heizung und Brauchwasser aus der zurzeit im Bau befindlichen Tettnanger Nahwärme-Heizzentrale versorgt. Der Anschluss an das zurzeit ebenfalls im Bau befindliche Nahwärmenetz ermöglicht eine effiziente und emissionsarme Warmwasserversorgung der hof.gärten Tettnang. Das neue Wohnquartier liegt in unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt und mit Blick auf das wunderschöne Barockschloss Tettnang. Mit kurzen Wegen zu Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Freizeitangeboten und öffentlichen Verkehrsmitteln. Im ersten Bauabschnitt entstehen bis Frühjahr 2027 sechs Gebäude mit insgesamt 65 Wohnungen sowie 112 Tiefgaragenstellplätze. 

Das Nahwärmenetz wird eine Anschlussleistung von 14,1 Megawatt und eine Gesamtlänge von bis zu 13 Kilometer haben. Die Wärmeerzeugung basiert auf mehreren Säulen: Die Grundlast wird durch zwei Biomasseheizkessel sichergestellt - mit Holzhackschnitzel als Brennstoff, die zum großen Teil aus der Region kommen, wird nahezu CO2-neutral erneuerbare Wärme erzeugt. Ein Pufferspeicher deckt erhöhten Wärmebedarf ab. Für den Notfallbetrieb besitzt die Heizzentrale einen Gaskessel.

Die Wärmeversorgung ist mit diesem Konzept mehrfach abgesichert und nahezu CO2-neutral. Mit 99% erneuerbarer Wärme erfüllt sie alle gesetzlichen Anforderungen - sowohl aus dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg (EWärmeG) sowie dem Gebäudeenenergiegesetz des Bundes (GEG).

Die Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Regionalwerk Bodensee und Engie Deutschland.

(Foto v.li.: Christoph Münz, Regionalwerk-Vertriebsleiter Winfried Bremer, Michael Hofmann und Stefan Nachbaur)