14.09.2020

Regionalwerk Bodensee mit Rekordergebnis in 2019

Jahresüberschuss von 1,9 auf 2,4 Mio. Euro gestiegen

Umsatzerlöse von 69 auf 81 Mio. Euro erhöht

Höhere Netzinvestitionen und Tarifvertrag-Einführung in 2020 geplant

Neues Betriebsgebäude aufgrund Wachstum notwendig

Tettnang, September 2020. Das Regionalwerk Bodensee hat im Geschäftsjahr 2019 mit einem Rekordergebnis erneut Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert. Somit hat der im Eigentum von sieben Gemeinden und zwei kommunalen Stadtwerken in der Bodenseeregion tätige Energieversorger seit 2104 einen nachhaltigen Erfolgskurs absolviert.

3 Millionen Euro für Eigentümer und Gemeinden

Geschäftsführer Michael Hofmann sagte bei der Vorlage des Jahresabschluss' 2019: "Wir freuen uns sehr, unseren Eigentümern wie vereinbart 1,2 Mio. Euro überweisen zu können. Darüber hinaus erhalten die Eigentümergemeinden 1,55 Mio. Euro Konzessionsabgaben sowie 367.000 Euro Gewerbesteuern für ihre kommunalen Haushalte von uns. Damit geht die Gründungsidee der sieben Gemeinden einer kommunalen Wertschöpfung durch ihren eigenen Energieversorger vollumfänglich auf."

Insgesamt 2,4 Mio. Euro Jahresüberschuss hat das Regionalwerk 2019 erzielt. Die Umsatzerlöse lagen bei 81 Mio. Die Investitionen in Ausbau und Wartung der 1300 Kilometer langen Strom- und Gasnetze für die 60.000 Menschen in den sieben Gründungs- und Eigentümergemeinden des Regionalwerks betrugen 3,5 Mio. Euro in 2019. Insgesamt hat das Regionalwerk in den vergangenen 11 Jahren 47 Mio. Euro in den Netzausbau investiert.

Höhere Netzinvestitionen und Tarifvertrag-Einführung in 2020

Für 2020 ist gegenüber dem Vorjahr ein leicht geringeres Jahresergebnis mit 2,1 Mio. Euro geplant. Höhere Investitionen in das bestehende Strom- und Gasnetz', dessen weiterer konsequenter Ausbau sowie die Einführung eines Tarifvertrags führen ab 2020 zu höheren Kosten. Gerade in Zeiten von Corona ist die hohe Bedeutung von infrastrukturkritischen Betrieben sowie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr deutlich geworden. Dem trägt das Regionalwerk entsprechend Rechnung.

Neues Betriebsgebäude aufgrund Wachstum notwendig

Das Portfolio der bisherigen Dienstleistungen des Regionalwerks wurde in 2019 insbesondere durch die Hinzunahme von Straßenbeleuchtungsarbeiten für Gemeinden sowie den Auf- und Ausbau privater, gewerblicher und kommunaler Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ergänzt. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Belegschaft hinzugekommen. Weitere zusätzliche Aufgaben im Bereich Wärme-Contracting, Direktvermarktung von PV-Strom und intelligente Speicherlösungen sollen aktiv angegangen werden. Der Platz im bestehenden Gebäude in Tettnang, in das 2008 das damals neu gegründete junge Regionalwerk eingezogen ist, reicht bereits aktuell sowie für das weitere Wachstum des kommunalen Unternehmens nicht mehr aus. Deshalb hat der Aufsichtsrat den Plänen der Geschäftsführung zugestimmt, in zwei bis drei Jahren ein im Netzgebiet neu zu bauendes Betriebsgebäude zu beziehen. Die Pläne stimmen Aufsichtsrat und Geschäftsführung zurzeit miteinander ab.